Coworking im SquareHaus Berlin

 

Coworking (auch Co-working, engl. „zusammen arbeiten“ bzw. koarbeiten) ist ein sich seit einigen Jahren abzeichnender Trend im Bereich Neue Arbeitsformen. Freiberufler, Kreative, kleinere Startups oder digitale Nomaden, die unabhängig voneinander agieren oder in unterschiedlichen Firmen und Projekten aktiv sind, arbeiten in meist größeren Räumen zusammen und können auf diese Weise voneinander profitieren. Coworking Spaces stellen Arbeitsplätze und Infrastruktur (Netzwerk, Drucker, Scanner, Fax, Telefon, Beamer, Besprechungsräume) auf Tages-, Wochen- oder Monatsbasis zur Verfügung und ermöglichen die Bildung einer Gemeinschaft („Community“), welche mittels gemeinsamer Veranstaltungen, Workshops und weiterer Aktivitäten gestärkt werden kann. Dabei bleibt die Nutzung jedoch stets unverbindlich und zeitlich flexibel.

 

 Die meisten Coworking Spaces befinden sich mit 781 in den USA, aber auch in zahlreichen europäischen Metropolen existieren bereits oder entstehen derzeit entsprechende Orte. In Deutschland befinden sich gegenwärtig etwa 230 Coworking Spaces. Weltweit liegt die Zahl bei knapp 2500[1]. Daneben existieren Initiativen, sogenannte „Jellys“, zu denen sich Leute wöchentlich oder in bestimmten Zeitabständen zum gemeinsamen Arbeiten treffen.

 

Für das in Europa zunehmend populärer werdende Coworking ist die StartUp-Metropole Berlin ein Motor der Entwicklung. Zahlreiche unterschiedliche Angebote sind im Stadtgebiet entstanden, so etwa das SquareHaus in Schöneberg.

 

Neben dem Community Aspekt liegt ein weiterer Vorteil für die Nutzer in den geringeren Kosten, die weit unter den Fixkosten für einen Arbeitsplatz in einem gewöhnlichen Büro liegen[3]. Außerdem erlauben sie eine flexible Nutzung. Unternehmen können Spitzen im Flächenbedarf, z. B. bei umfangreichen Projekten, bei denen eine größere Zahl Freiberufler und externe Mitarbeiter benötigt wird, über den Coworking Space puffern, ohne selbst ausreichende Flächen vorhalten zu müssen. Aus Entrepreneurship-Sicht entsteht durch die Zusammensetzung der Nutzer meist ein hoch kreativer Nährboden für neue Ideen, der von Unternehmen für Open Innovation genutzt werden kann, indem z. B. gezielt einzelne Mitarbeiter auf Zeit in einen Coworking Space entsandt werden oder ganze Teile von Forschung und Entwicklung dorthin verlegt werden, um diese konsequent nach außen zu öffnen. In den USA sind in Coworking Spaces oft auch Startup-Inkubatoren angegliedert.

Auch die Coworker selber profitieren direkt von den neuen Arbeitsräumen. In einer weltweiten Studie berichtet eine große Mehrheit von einer verbesserten Interaktion mit anderen Personen, ebenso fühlen sie sich produktiver und motivierter. Etwa 40 % erzielen seit ihrer Arbeit in einem Coworking Space ein höheres Einkommen.[4]

 

Quelle: Wikipedia



 

Vor allem Selbständige und Freiberufler kennen das Problem: Irgendetwas gibt es immer zu tun. Eine Urlaubsplanung ist oft schwierig. Oft gibt es kurzfristig Dinge zu erledigen und ein spontaner Bürotag wird nötig. Aber deshalb ganz auf eine verdiente Auszeit in der Ferne verzichten? Coworking ist die Ideale Lösung und wir erklären, wie es geht.

 

Ein funktionierendes Büro auf Zeit

 

Die Idee ist nicht ganz so neu. Coworking Spaces sind Gemeinschaftsbüros. Mehrere Leute teilen sich ein Büro. Neu bei der weltweiten Coworking-Bewegung ist aber die Flexibilität. Die Spaces funktionieren wie Hotels oder Boarding. Nur eben nicht zum Übernachten, sondern zum Arbeiten. Jeder kann sich für eine bestimmte Zeit einen Schreibtisch mieten. Die Spaces stellen die nötige Infrastrukur: Tisch, Stuhl, schnelles Internet, Strom, Meetingraum, Kaffeemaschine und Teeküche. Der Coworker stellt nur seinen Laptop auf und verfügt sofort über einen funktionierenden Arbeitsplatz auf Zeit, an dem er in Ruhe seiner Beschäftigung nachgehen kann.

 

Ideal für Reisende

 

In den allermeisten Spaces sind die Tarifmodelle sehr flexibel. Sie bieten nicht nur Arbeitsplätze für Monate oder Wochen an, sondern auch flexible Tische für einzelne Tage oder sogar Stunden. Das macht die Sache für Reisende sehr interessant. Einfach einen Space finden, hingehen, Gebühr zahlen, sich einen freien Tisch suchen und mit der Arbeit beginnen. Je schneller man sich auf die Arbeit konzentrieren kann, desto schneller hat man wieder Zeit für die angenehmeren Seiten des Urlaubs. Zudem sind die Spaces meist zentral gelegen und bequem auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

 

Coworking Spaces sind außerdem soziale Orte. Schnell lernt man hier in einer fremden Stadt Einheimische kennen. Und das nicht als Tourist, sondern als Kollege auf Zeit. Schnell sind Verabredungen für einen After Work Drink gemacht und neue Bekanntschaften geschlossen. Auch neue Aufträge finden Coworker an diesen Orten.